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Marode Brücken

Wie andere Tages- und Wochenzeitungen auch, berichtet der “Wochenblick Siegerland” über das völlig unbegreifliche Versäumnis, die Brücken der Stadt Hilchenbach regelmäßig prüfen zu lassen. Schon allein aus Sorge um das Wohl der Bürger der Stadt und vor allem auch seiner Besucher, die schließlich ihr Geld in der Stadt ausgeben sollen - Artikel und Bild aus dem Wochenblick Siegerland vom 19. Mai 2007

Bei der Stadtverwaltung Hilchenbach ist laut Baudezernent Michael Kleber “mit den Brückenprüfungen etwas großzügig verfahren worden”. Was man so salopp und verniedlichend formulieren kann, kann man auch eine leichtfertige Gefährdung von Bürgern und Besuchern der Stadt sowie eine Verschwendung von Steuergeldern nennen. Die “eigenwillige Sparpolitik am Rothaarsteig”, wie es der Wochenblick nennt, für die Kleber als Baudezernent sellbst seit vielen Jahren Verantwortlich zeichnet (wie lange ist er eigentlich schon Baudezernent in Hilchenbach??) kann die Stadt teuer zu stehen kommen. Abriss und Neubau sind allemal teurer als Sanierungen. Kleber setzt offensichtlich darauf, das einige ‘”nicht mehr gebraucht würden”. Man könne dann auf einen Neubau verzichten und künftig Sanierungskosten sparen.

Fakt ist, dass die Stadt Hilchenbach es über viele Jahre hin versäumt hat, den Bauzustand der Brücken der Stadt regelmäßig überprüfen zu lassen. Der Gesetzgeber schreibt alle sechs Jahre eine gründliche Brückenprüfung vor und alle drei Jahre eine kleine Prüfung. Beides ist seit längerem nicht durchgeführt worden. Man ließ Stadteigentum vor sich hin rosten. Dabei ist die als hochgradig marode (“nur noch Rost”, sagt der Tiefbau-Sachgebietsleiter Michael Schwenke) eingestufte Brücke am Ruiner Weg bis zuletzt von Lastkraftwaren befahren worden.

Mir scheint, der Gesetzgeber sollte wohl endlich den Straftatbestand der Verschwendung von öffenlichem Eigentum und öffentlichen Geldern einführen. Lesen Sie mehr in dem nebenstehenden Artikel.