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Dank des nicht gerade “sorgfältig” zu nennenden Umgangs mit öffentlichen Geldern hat es Hilchenbach im Jahre 2004 in die Top-Publikation des Bundes für Steuerzahler
geschafft. Lesen Sie hier, was im “Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler” berichtet wird:
>>„Verrückt“ im wahrsten Sinne des Wortes ist ein Wartehäuschen an der Buslinie 785 in Hilchenbach-Müsen. Der schmucke gläserne Unterstand steht nämlich nicht an der
Haltestelle selbst, weil die Stadt dort Grundbesitz teuer hätte kaufen müssen, sondern über die Straße hinweg um die Kurve in der Nebenstraße Werbelsbrunnen. Finanziert wurde das rund 4.500 Euro teure
Wartehäuschen aus öffentlichen Zuschüssen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Die Stadt Hilchenbach hat vom Land NRW insgesamt gut 210.000 Euro für Wartehäuschen erhalten. Insgesamt hat die Stadt 36
Unterstände gekauft. Dabei hat sie sparsam und wirtschaftlich gehandelt und nicht das ganze Geld ausgegeben. Die gesparten 22.000 Euro hätte die Stadt allerdings samt Zinsen an das Land zurückzahlen
müssen. Statt dessen hat der Rat der Stadt Hilchenbach beschlossen, das gesparte Geld lieber für Info-Vitrinen und zusätzliche Wartehäuschen an weiteren Bushaltestellen auszugeben. Unter anderem eben für
den Unterstand am Werbelsbrunnen. Statt also zu sparen und die Mittel für andere Kommunen zurückzugeben, hat man in Hilchenbach das Geld der Steuerzahler regelrecht „um die Ecke“ gebracht.<<
Nun ja, im Rathaus findet man das natürlich völlig in Ordnung. An dieser entlegenen Stelle sei das ganz überschaubar und diejenigen, die auf der
anderen Straßenseite warteten, würden sich schon bei Annäherung des Busses auf die andere Straßenseite begeben. Na denn, Schilda läßt grüßen.
Quellennachweis
Das Foto von der Haltestelle ist ein eigenes Bild.
Die beiden Bilder von dem Titel bzw. von dem Untertitel der Publikation “Die öffentliche Verschwendung 2004” stammen von dem jährlich erscheinenden Schwarzbuch des Bundes für
Steuerzahler
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